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Über VERSUS

© Lubitz + Dorner

Noch ein Online-Magazin?

Liebe Lesende, liebe Interessierte und liebe Irritierte, die auf Umwegen auf dieses Magazin gestoßen sind und sich nun fragen: Was soll das; braucht man noch eine Seite im Internet mit Texten über die Probleme und Lösungen in Unternehmen, Verwaltungen und anderen Organisationen?

Die kurze Antwort ist: Ja. Wir sind tatsächlich überzeugt, dass der Management-Diskurs die hier versammelten Denkanstöße, Meinungen und Beobachtungen gut gebrauchen kann.

Argumente aufstellen und verteidigen war schon immer unser Ding

Wer eine längere Antwort lesen möchte: Den Anspruch, laut zu denken, über unser Denken zu schreiben und unsere Argumente zur Diskussion zu stellen, leiten wir aus unserer Geschichte ab. Seit 50 Jahren berät Metaplan Organisationen – und von Anfang an ist die Einmischung in den Managementdiskurs Teil unseres Denkens und Handelns. Wir reflektieren und beschreiben unser Vorgehen, leiten aus Beobachtungen Muster ab, diskutieren das Für und Wider alter, wiederentdeckter oder wirklich neuer Organisations- und Interaktionsmodelle und publizieren zu alledem in der Hoffnung auf produktiven Widerhall. So wie eine unserer Interaktionsregeln lautet „Schriftlich diskutieren!“ so agieren wir auch in diesem Diskurs: Stets auf der Suche nach produktivem Widerspruch, nach Argumenten, an denen wir uns reiben können, nach Beiträgen, die uns ins Nach- und Vordenken bringen.

Seit den 1960er Jahren publizieren wir bei Metaplan zu brauchbarer und widerständiger Organisationspraxis und zu Fragen gelingender Interaktionen. Beim Diskutieren und lustvollen Streiten über Poster, Texte oder die richtige Vorgehensweise im konkreten Beratungsfall schärfen wir seit jeher unsere Sicht auf die Dinge. Seit mehr als einem Jahrzehnt tun wir dies darüber hinaus in den Seminaren der Metaplan Academy, in denen man den Ansatz des diskursiven Managements kennenlernen und sich an ihm reiben kann.

Eine Einladung zur gemeinsamen Diskussion

VERSUS ist der Versuch, diesem Diskurs unter Interessierten einen neuen, zusätzlichen Ort zu geben: Als Diskussionsraum, als Platz für neue, schräge, spannende Argumente. Und als Ort, an dem man Denkerinnen beim Denken zusehen kann – und als Einladung, sich mit eigenen Gedanken einzumischen.

Dieses Magazin soll gerade nicht nur zeigen, worüber wir gerade nachdenken und diskutieren. Es ist Tradition bei Metaplan, Denkerinnen und Denker einzuladen und sich mit ihren Arbeiten auseinanderzusetzen. Das mag man von außen manchmal mit Streit verwechseln können – vor allem ist es immer wieder aufs Neue lehr- und erkenntnisreich! In diesem Sinne versteht sich VERSUS als Plattform für Denkanstöße von außen und für Diskurse zwischen Metaplaner:innen und Denker:innen aus Wissenschaft und Praxis.

Was sonst in der überschaubaren Runde einer Abendveranstaltung oder unserem Printmagazin passiert ist, soll hier einen neuen, leichter zugänglichen Rahmen erhalten. Ob harsche Widersprüche, wohlformulierte Irritationen, skeptische Einwürfe oder die Fortsetzung unserer Überlegungen: Wir freuen uns auf Einreden von außen und darauf, dass unsere Ideen geblitzt und mit Gegenargumenten versehen werden. Die versammelten Beiträge der Metaplanerinnen und Metaplaner verstehen wir als Einladung gerade dort, wo es beim Lesen besonders funkt oder der Widerspruch am ärgsten ist, eine Möglichkeit zur Gegenrede und Erweiterung der Perspektiven ausdrücklich gegeben ist.

Alle, die ihre Gedanken zu Management, Beratung und Organisation zur Diskussion stellen möchten, sind hiermit eingeladen, sich bei uns zu melden. Wir freuen uns auf Einwürfe zum aktuellen Diskurs, auf Zustimmung und Widerspruch zu unseren Positionen. Noch spannender aber finden wir Einwürfe, die den Anspruch haben zu sagen, „Diese Frage wurde bisher zu wenig diskutiert!“

Denn sagen wir: Klasse! Lass es uns hier tun!

Judith Muster & Jens Kapitzky
für das gesamte Redaktionsteam